Resultat stellt Spiel auf den Kopf

SVR verliert 0:2 gegen den SC Wiedenbrück.

Foto: André Vogt

Wenn ein Team reihenweise beste Torchancen liegen lässt, darf es sich am Ende nicht wundern, wenn es leeren Händen dasteht. So ging es gestern Abend dem SV Rödinghausen, der in der Fußball- Regionalliga vollkommen unnötig mit 0:2 (0:0) gegen den SC Wiedenbrück verlor.

Gegenüber dem 3:3 beim SC Verl vor einer Woche gab es zwei Veränderungen in der Startelf des SVR. Der gelb-gesperrte Lukas Kunze wurde durch Daniel Latkowski ersetzt, für den angeschlagenen Tobias Steffen, der zunächst auf der Bank Platz nahm, kam Christian März zu seinem ersten Einsatz für den SVR von Beginn an. Die Wiedenbrücker ihrerseits ließen mit Viktor Maier, der unter der Woche eine weite Reise mit der Nationalmannschaft Kirgistans unternommen hatte, einen ihrer spielstärksten Akteure zunächst auf der Bank.

Gegen die tief gestaffelten Gäste tat sich der SVR zunächst schwer. Die erste Chance hatte Wiedenbrück in der fünften Minute, als der auf der rechten Seite von Necirwan Khalil Mohammad freigespielte Stipe Batarilo- Cerdic den Ball über das Tor drosch. Ähnlich war auf der anderen Seite der erste gefährliche Abschluss von Simon Engelmann, der sich rechts durchsetzte, mit seinem Schuss aus spitzem Winkel das Ziel aber deutlich verfehlte (22.). Sechs Minuten später startete Marius Bülter ein Solo bis an den Strafraum des SCW und passte auf den links freistehenden Björn Schlottke, dem der Ball beim Flachschuss aber versprang, sodass Wiedenbrücks Torhüter Marcel Hölscher keine allzu große Mühe hatte, diesen zu parieren.

In der 40. Minute hatte der SVR dann die ganz große Chance zur Führung. Wieder hatte Bülter nach einem Ballgewinn einen Sprint angezogen, im Strafraum wurde er von SC-Verteidiger Robin Twyrdy gelegt. Den fälligen Elfmeter schoss Engelmann flach in die rechte Ecke. Hölscher wehrte ab, und Engelmann setzte den Nachschuss aus kurzer Distanz an den Außenpfosten. Die Elfmeter-Szene sollte letztlich bezeichnend für das Spiel des SVR auch im zweiten Durchgang sein. Nachdem Engelmann aus halblinker Position mit einem Aufsetzer an den linken Pfosten erneut Pech hatte (52.), erhöhten die Gastgeber den Druck und kam zu dicken Torchancen. Der vom eingewechselten Steffen freigespielte Schlottke scheiterte an Hölscher (59.), Steffen ging allein auf das Wiedenbrücker Tor zu und schoss links daneben (61.), Latkowski setzte den Ball aus halblinker Position knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus (64.).

Das hätte sich fast schon in der 67. Minute gerächt, als Koray Kacinoglu nach einer Wiedenbrücker Ecke einen Schuss von Twyrdy auf der Linie klärte. Drei Minuten später lief Antonyos Celik nach einem Pressschlag frei auf das SVR-Tor zu, schoss aber rechts vorbei. In der 72. Minute erstarb den Hausherren dann der Torjubel förmlich auf den Lippen. Steffen hatte nach einem Querschläger nachgesetzt und Keeper Hölscher bereits ausgespielt. Als er aus sechs Metern ins leere Tor einschießen wollte, grätschte von der Seite Jeffrey Volkmer in den Ball und blockte diesen ab. Als in der Schlussphase alles schon auf eine Punkteteilung hindeutete, schlugen die Gäste zu. Mohammad kam in der 86. Minute im linken Halbfeld an den Ball, er wurde nicht konsequent angegriffen, stieß in den Strafraum vor und war mit einem Schlenzer in die lange Ecke genau neben den rechten Pfosten zum 0:1 erfolgreich.

In der Nachspielzeit stelle der SCW den Spielverlauf dann endgültig auf den Kopf, als Batarilo-Cerdic einen Konter über Yannick Gleisnerund Kresimir Matovina zum 0:2 abschloss. "Wir müssen die Dinger machen, das gilt auch für mich. Letztlich ist das Spiel ein Sinnbild für die letzten Wochen. Wir nutzen unsere Chancen nicht, machen einen Fehler, und der führt zur Niederlage", ärgerte sich Tobias Steffen nach der Partie. Und SVR-Kapitän Daniel Flottmann brachte es auf den Punkt: "Wir hätten eigentlich 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen."

(Quelle: NW vom 18.11.17, Thomas Vogelsang und Noah Wedel)

Die Spieldaten

SV Rödinghausen: Heimann – Knystock, Flottmann, Kacinoglu (89. Lunga), Hippe – Latkowski, Bülter, März (56. Steffen), Kunze, Engelmann – Schlottke (78. Langemann).
SC Wiedenbrück: Hölscher, Twyrdy, Matovina, Wolff, Büyüksakarya, Volkmer, Celik, Khalil Mohammad, Zech, Geisler, Batarilo-Cerdic.
Tore: 0:1 Khalil Mohammad (86.), 0:2 Batarilo-Cerdic (90.).
Schiedsrichter: Florian Heien, assistiert von Andre Berger und Torsten Schwerdtfeger.
Zuschauer: 1.061

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