U23 wacht erst nach der Pause auf

Früher 0:3-Rückstand ist beim 3:5 in Clarholz eine zu hohe Hypothek.

"Wenn du auswärts drei Tore schießt, musst du etwas mitnehmen", war sich Thomas Kleine, Co-Trainer des Fußball- Westfalenligisten SV Rödinghausen, nach der 3:5 (1:3)-Niederlage bei Victoria Clarholz darüber im Klaren, wo der Schuh drückte. "Fünf Gegentore sind einfach zu viel!"

Sauer stieß Kleine vor allem die erste Halbzeit auf. "Da waren wir quasi gar nicht auf dem Platz und immer einen Schritt zu spät." Auf dem wegen einer Schneeschicht schwer zu bespielenden Kunstrasenplatz fand der SVR II nicht die richtigen Mittel. "Da muss man einfach und gradlinig spielen. Clarholz hat uns das vorgemacht und auch von Beginn an den Schneid abgekauft", sagte Kleine.

So war die 1:0-Führung der Gastgeber durch Andreas Dreichel in der 19. Minute nur eine Frage der Zeit. Kleine: "Zuvor hatte Marvin Bobka, der im Tor unser bester Mann war, schon zweimal stark gehalten." Noch einmal Andreas Dreichel (31.) und Daniel-Andreas Bota (37.) stellten auf 3:0, ehe Christian Schmidt vier Minuten vor de Pause für den Gast abschwächte. "So wussten wir in der Kabine, das wir noch einmal herankommen können", sagte Kleine. Und obwohl Andreas Dreichel schon in der 49. Minute einen von Kevin Harder verursachten Foulelfmeter zum 4:1 für Clarholz verwandelte, bewiesen die Gäste nun Moral.

Jonas Burke mit einem verwandelten Handelfmeter (53.) und der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Nino Wemhöner (55.) sorgten mit einem Doppelschlag für den 4:3-Anschluss. Nun war es ein offener Schlagabtausch, in dem ein kurioser Treffer die Entscheidung brachte. In der 73. Minute rutschte dem Clarholzer Engin Güney eine Flanke von rechts über den Schlappen und flog unhaltbar in den hinteren Torwinkel zum 5:3. Kleine: "Dieses Tor passte dann zu unserem gebrauchten Tag."

(Quelle: NW vom 04.12.17)

Zurück