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Ausgleich in der Nachspielzeit

SVR verpasst Heimsieg

Bitterer geht es kaum noch. Bis tief in die Nachspielzeit verteidigte der SV Rödinghausen seinen 1:0-Vorsprung gegen RW Oberhausen, dann schlug es doch noch im Kasten von SVR-Keeper Dennis Gorka ein. Durch das 1:1 (0:0) geht das Warten auf den ersten Heimsieg der Saison erst einmal weiter am Wiehen.

„Wir haben alles wegverteidigt und kassieren dann doch noch dieses dumme Gegentor. In der Szene müssen wir einfach am Mann sein, das ist zu billig“, erklärte SVR-Abwehrspieler Maximilian Hippe mit spürbarer und nachvollziehbarer Enttäuschung. „Wie wir in der Nachspielzeit agieren, war nicht clever genug. Da muss man auch mal zur Eckfahne marschieren und darf diese Situation nicht mehr zulassen“, haderte auch Trainer Dennis da Silva Felix, der schon ganz dicht dran war an seinem ersten Sieg im Häcker Wiehenstadion. Das Kopfballtor von Cankoray Mutlu in der fünften Minute der Nachspielzeit vermieste den Rödinghausern die Stimmung noch gründlich.

In einem Spiel auf überschaubarem Niveau wurde der SVR in der 16. Minute erstmals gefährlich. Zwei Gegenspieler hatte Ansgar Kuhlmann aussteigen lassen, am dritten blieb er hängen. Auf der anderen Seite bekam Oberhausen nach einem unerlaubten Rückpass von Mattis Rohlfing auf Torhüter Gorka einen indirekten Freistoß zugesprochen, den die Rödinghauser mit vereinten Kräften abwehrten (21.). Dann wurde es hektisch. Offenbar wegen eines Kommentars von der Mannschaftsbank erhielt SVR-Sportchef Alexander Müller die rote Karte vom nicht nur in dieser Szene überfordert wirkenden Schiedsrichtergespann.

Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen. Die zweite Halbzeit startete dafür furios. Nach 23 Sekunden gab Lucas Halangk für die Gäste einen gefährlichen Schuss ab, quasi im Gegenzug verzog Cottrell Ezekwem knapp. Der Zwei-Meter-Stürmer spielte zuvor zwei Jahre für RWO und wirkte im Duell gegen seinen Ex-Verein besonders motiviert. Seine Vorlage köpfte Kapitän Paterson Chato an die Unterkante der Latte (58.).

Dann aber konnte der SV Rödinghausen vor den 758 Fans endlich jubeln: ausgerechnet durch den kurz zuvor eingewechselten Marius Bauer. Der schaltete im RWO-Strafraum am schnellsten und versenkte zum 1:0 (66.). „Wir hätten das Zweite draufsetzen müssen“, ärgerte sich da Silva Felix nach dem Spiel.

Seine Mannschaft kam in der zerfahrenen Partie zu guten Umschaltmomenten, ohne diese erfolgreich auszuspielen. In der Nachspielzeit ließen sich die Rödinghauser tief in die eigene Hälfte drängen. Torhüter Dennis Gorka rettete einmal stark. Nach einer weiteren zugelassenen Standardsituation war aber auch er machtlos. Das 1:1 feierten die Gäste wie einen Sieg, während beim SVR die Köpfe nach unten gingen. Nach jetzt sechs Spielen steht die Wiehenelf mit fünf Punkten auf Platz zwölf der Tabelle.

(Quelle: NW)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Dennis Gorka, Maximilian Hippe, Leon Tia (85. Leonard Köhler), Viktor Miftaraj, Mattis Rohlfing (85. Manuel Reutter), Ansgar Kuhlmann (56. Marius Bauer), Paterson Chato, Allan Firmino Dantas, Simon Breuer, Cottrell Ezekwem, Eduard Probst (72. Abdul Fesenmeyer).

Tore: 1:0 Marius Bauer (66.), 1:1 Cankoray Mutlu (90.+5).

Zuschauer: 748

Foto: Joel Beinke

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